Gründungsmitglieder sind unter anderem der „Verband für das Deutsche
Hundewesen“ (VDH), die „Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.“
(TVT), der „Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V.“ (bmt) sowie die
Tierschutzorganisation TASSO e.V. Mit ihrem Expertenwissen unterstützen
die Arbeitsgemeinschaft außerdem Dr. Barbara Schöning, Fachtierärztin
für Verhaltenskunde und Tierschutz, und Anja Schimak, Doktorandin am
„Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen“ in Leipzig.
„Unsere Umfrage unter 336 Hundebesitzern zeigt eindeutig, dass immer
noch dringender Handlungsbedarf gegen den unseriösen Welpenhandel
besteht“, sagt Philip McCreight von TASSO, Europasführender
Tierschutzorganisation im Bereich Rückvermittlung entlaufener Haustiere.
Ein ganz besonderer Dorn im Auge der Experten seien die über das
Internet angebotenen Welpen. „51 Prozent der Befragten haben
Online-Anzeigen als Auslöser für den Hundekauf angegeben“, so McCreight.
Gekauft hätten die Befragten zu 40 Prozent bei mehr oder weniger seriös
auftretenden Züchtern und zu 28 Prozent bei Welpenhändlern. Aus dem
Tierschutz wären lediglich 11 Prozent übernommen worden.
Udo Kopernik, Pressesprecher des VDH, sieht in der Aufklärung die
einzige Chance, dem Treiben des unseriösen Welpenhandels Einhalt zu
gebieten: „Jeder Markt wird von der Nachfrage gesteuert. So lange es
Menschen gibt, die sich von einem vermeintlichen Sonderangebot blenden
lassen, so lange wird es unseriöse Händler geben.“ Wie McCreight
erklärt, will die „Arbeitsgemeinschaft Welpenhandel“ in den kommenden
Monaten auf der Basis unwiderlegbarer Fakten verstärkt gegen den
unseriösen Handel mit Welpen vorgehen. Dazu gehöre auch eine
Doktorarbeit über den Zusammenhang von „Wühltischwelpen“ und typischen
Hundekrankheiten. „Wir sprechen aber nicht nur Tierfreunde an“, sagt
McCreight, „auch Volksvertreter und Meinungsbildner stehen auf unserer
Agenda.“
Petra Zipp, Vorstandsvorsitzende des bmt, ergänzt: „Ein Hund ist kein Gebrauchsgegenstand, den man mal so nebenbei kauft und bei Nichtgefallen zurückgibt. Deshalb ist auch der Gesetzgeber gefordert, Maßnahmen zu Eindämmung des Welpenhandels einzuleiten.“ Dieser Meinung pflichten immerhin schon mehr als ein Viertel der Befragten bei: Sie fordern gesetzliche Schritte gegen den unseriösen Welpenhandel.
(Quelle: Pressemitteilung VDH)