Aktuelle Seite: StartseiteNews2011Online-Protest gegen das Töten von Streunerhunden

Online-Protest gegen das Töten von Streunerhunden

Während manche Tierschützer bei der bei der ukrainischen Regierung aktuell erste Anzeichen von Einsicht erkennen, sorgt nun auch ein neues Gesetz in Rumänien für Aufregung, Tierschützer machen mobil gegen das Töten von Streunerhunden in rumänischen Städten.

Vor kurzem erst brachte unter anderem der Deutsche Tierschutzbund die Tötungen von Straßenhunden in der Ukraine auf die Tagesordnung. Die Tierschutzorganisation vermeldet inzwischen zwar noch keine Entwarnung, sieht aber erste Zeichen der Einsicht bei der ukrainischen Regierung und will weiter Druck ausüben. In Gesprächen des Verbandes vor Ort in Kiew wurde bekannt, dass sich der ukrainische Ministerpräsident Nikolaj Asarov nun „zur weiteren Humanisierung der Arbeit von kommunalen und sanitäts-veterinären Diensten" bekannt hat. Diesen Worten müssten nun Taten folgen, der Verband weist darauf hin, dass es für ein tierschutzgerechtes Konzept Fangen, Kastrieren und Freilassen noch nicht zu spät sei und ruft besonders auch den Deutschen Fußballbund (DFB) auf, dabei zu unterstützen.

Infos zum Tierschutzprojekt des Deutschen Tierschutzbundes in Odessa / Ukraine

 

In Rumänien gab es dagegen bis vor kurzem keine guten Nachrichten zu vermelden. Am (22.11.2011 wurde das Hunde-Tötungsgesetz PL 912 im rumänischen Parlament mit 168 zu 111 Stimmen verabschiedet. Die Kommunen in Rumänien sollen damit laut der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nun selbständig über das Schicksal der Streuner entscheiden können. So könnten Streunerhunde in ein Tierheim gesteckt werden, wo sie 30 Tage bleiben. Sind sie während dieser Zeit nicht adoptiert worden, würden sie getötet.

Mehrere Tierschutzorganisationen intervenierten daraufhin und versuchten öffentlichen Druck aufzubauen. VIER PFOTEN startet beispielsweise eine neue Unterschriftensammlung an den rumänischen Präsidenten Traian Basescu, weil er das Gesetz jetzt noch kippen könnte. Tierschützer waren auch mit Kundgebungen in mehreren Städten vor den rumänischen Botschaften gegen das Gesetz aktiv.

Stand der Dinge Mitte Januar 2012: Das geplante Gesetz zur Tötung der Straßenhunde in Rumänien wurde vom Verfassungsgericht zur Überarbeitung an die Abgeordnetenkammer zurückverwiesen mit der Begründung, die Euthanasie von gesunden Hunden sei nicht verfassungskonform. Ein Teilerfolg für den Tierschutz, doch die Öffentlichkeit muss auch hier weiter am Ball bleiben. 

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