Beim Streunen durch den Garten oder beim Spielen mit Artgenossen besteht immer die Gefahr, dass sich Hunde mit Parasiten anstecken. Nach Ansicht der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gibt es für Hunde, die häufig auf städtischen Freilaufflächen laufen ein erhöhtes Risiko, sich zu infizieren.
Durch die hohe Hundedichte sei das Risiko einer parasitären Infektion durch Würmer, Giardien, Flöhe, Zecken und Viren erhöht. Die Schädlinge könnten auf dem Erdboden teilweise jahrelang überleben und so andere Tiere immer wieder infizieren.Die Tierschützer weisen vor allem auf die mögliche Infektion mit Würmern hin, die oft erst mit zeitlichen Abstand bemerkt werden würde. Die Schmarotzer-Population wachse jedoch täglich und führe dem Organismus des Wirts großen Schaden zu. Auch Menschen und andere Tiere könnten sich durch den Kontakt mit dem verwurmten Tier infizieren und selbst erkranken. Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Leber- sowie Lungenentzündungen bis hin zu Sehstörungen und zahlreichen allergischen Reaktionen könnten die Folge sein. Kinder und immungeschwächte Personen seien besonders gefährdet.
Birgitt Thiesmann, Heimtierexpertin von VIER PFOTEN, rät deshalb zu einer regelmäßigen Entwurmung. Zusätzlich sollte eine Prophylaxe gegen Flöhe und Zecken durchgeführt werden. Letztere sind Überträger des Bandwurms.
"Zur Bestimmung der individuellen Therapie sollte der Tierarzt aufgesucht werden", so Thiesmann. Nach eingehender Untersuchung des Tieres wird er ein geeignetes Präparat verordnen. In der Regel sind Wurmkuren gut verträglich. Möchte ein Besitzer sein Tier nicht regelmäßig entwurmen, sollte der Tierarzt alle ein bis drei Monate eine Stuhlprobe untersuchen. Um das Risiko einer Parasiteninfektion bei Mensch und Tier zu verringern rät VIER PFOTEN, den Kot des eigenen Tieres stets aufzusammeln und entsprechend zu entsorgen.